Spielberichte 12/13

Saisonabschluss-Turnier Kreuzlingen

Teilnehmende Teams: HC Ermatingen, EHC Banderutscherli, HC Altnau, Reichenauer Wölfe

Turniersieg als “Generalprobe”

Der HC Ermatingen hat sich mit einem Turniersieg gegen die lokale Konkurrenz für die Teilnahme am internationalen “Badgers Wipp Cup” in Steinach/A vom 8.–10. März eingestimmt.

Gegen den EHC Banderutscherli vermochte das stark ersatzgeschwächte THL-A-Team allerdings noch nicht rundum zu überzeugen. Die HCE-Cracks agierten nervös, viele Aktionen gerieten zum Stückwerk. Das 1:1-Unentschieden entsprach dem Spielgeschehen, aber nicht den eigenen Erwartungen.

Gegen den HC Altnau musste also eine Steigerung her, und sie kam auch. Zwar blieb der Gegner bei vereinzelten Kontern gefährlich, alles in allem aber hatten die Ermatinger die Sache im Griff – wenngleich der 1:0-Sieg am Ende knapper ausfiel als nötig. Was man vom abschliessenden Match gegen die Reichenauer Wölfe nicht mehr behaupten konnte. Das Ergebnis (6:0) war so diskussionslos wie der Spielverlauf.

Und weil die Banderutscherli gegen Altnau nicht über ein Unentschieden hinauskamen, sicherte sich der HC Ermatingen am Ende den Turniersieg und darf sich nun auf das Highlight in Steinach freuen.

 

Crocodile Flyers – HC Ermatingen 7:0 (4:0/2:0/1:0)

Zuschauer: Mitleidig

Der Klassenerhalt ist geschafft!

Der HC Ermatingen wird auch die Saison 2013/2014 im Oberhaus der Thurgauer Hobby Liga bestreiten können. Zwar setzte es im letzten Saisonspiel gegen die Crocodile Flyers die erwartet diskussionslose Niederlage ab, doch weil tags darauf auch das Tabellenschlusslicht, der HC Hinterthurgau, gegen die Breakers unterging, sicherte ein Punkt Vorsprung dem HC Ermatingen den Klassenerhalt.

Das Match gegen die Crocodile Flyers ist schnell erzählt. Von der ersten Sekunde an hatten die Ermatinger auf dem Eis wenig zu melden und mussten sich vornehmlich mit Defensivaufgaben befassen. Immerhin taten sie dies von Drittel zu Drittel mit steigendem Erfolg, sodass man die Niederlage noch in einem erträglichen Rahmen halten und vor allem ein „Stängeli“ vermeiden konnte. Die Flyers waren ungeachtet dessen drückend überlegen und hätten die gütige Mithilfe des Schiedsrichterduos gar nicht nötig gehabt.

Mit dem Klassenerhalt hat der HC Ermatingen sein Saisonziel erreicht. Womit auch jenes für den kommenden Winter schon feststeht …

Tore: njet

Strafminuten: Oberhänsli 6, Kiedaisch 4, Freitag 2, Lallemand 2, Gschwend 2, Cunti 2

 

HC Ermatingen – HC Hinterthurgau 10:1 (4:0/2:1/4:0)

Zuschauer: Begeistert bis ekstatisch

Grundstein zum Klassenerhalt gelegt

Der HC Ermatingen hat das „Schicksalsspiel“ um den Klassenerhalt in der Gruppe A der THL im direkten Duell gegen den HC Hinterthurgau klar und deutlich für sich entschieden und dem Gegner damit die Rote Laterne im Gesamtklassement in die Hand gedrückt.

Von der ersten Sekunde an nahmen die Gastgeber in der Kreuzlinger Bodensee-Arena das Zepter in die Hand, und anders als im Hinspiel waren die Ermatinger Offensivbemühungen diesmal auch sofort von Erfolg gekrönt. Das 4:0 durch Treffer von Fischer, Hochuli, Saurer und Kaufmann zur ersten Pause war ein noch nicht vorentscheidender, aber doch schon recht beruhigender Vorsprung.

So gerieten die Seebuben im Mittelabschnitt auch durch das erste Gegentor nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil: Hartnack und Bänziger sorgten für ein komfortables Fünf-Tore-Polster vor den letzten 15 Spielminuten. Und in diesen legte der HCE nochmals ein paar Kohlen nach. Cunti, Som, Lacroix und Aebli machten sogar noch das erste „Gruppe-A-Stängeli“ des HC Ermatingen klar.

Gleichermassen bemerkenswert wie erfreulich: Die zehn Tore wurden von zehn verschiedenen Schützen erzielt, und jede der vier (!) Ermatinger Sturmreihen verbuchte mindestens zwei Treffer. Für solch eine Darbietung wurde wohl der Begriff „geschlossene Mannschaftsleistung“ erfunden.

Freilich ist der Klassenerhalt für den HC Ermatingen noch nicht in Stein gemeisselt. Bei nur einem Punkt Vorsprung auf Hinterthurgau spielen die Seebuben am letzten Spieltag gegen die klar zu favorisierenden Crocodile Flyers, während es die neuen Tabellenletzten mit den Breakers zu tun bekommen. Alsdann: Go, Breakers!

Tore: Fischer, Hochuli, Saurer, Kaufmann, Hartnack, Bänziger, Cunti, Som, Lacroix, Aebli

Assists: Bänziger, Cunti, Lacroix, Fischer, Kiedaisch, Gschwend, Bichsel

Strafminuten: Hochuli 2, Lendenmann 2

 

EHC Sittertal Beavers – HC Ermatingen 6:2 (1:1/4:0/1:1)

Zuschauer: Jepp

Viel Herz gegen übermächtigen Gegner

Dass sich der THL-Titelverteidiger läuferisch und spielerisch in anderen Sphären bewegt, hatten die Ermatinger im Hinspiel schmerzlich erfahren müssen. Doch auch wenn der Aufsteiger stark ersatzgeschwächt in die zweite Saisonpartie gehen musste, lautete die Devise: Sittertal das Leben so schwer wie möglich machen und spielerische Defizite durch Kampfgeist und Moral kompensieren.

Das klappte im ersten Spielabschnitt recht gut. Zwar übernahmen die Beavers von Beginn an das Kommando, doch die HCE-Cracks stellten den Favoriten alles entgegen, was sie hatten. Goalie Patrick Wunsch liess seinen ersten Glanztaten weitere folgen und machte gemeinsam mit seinen Vorderleuten die Sittertaler Grosschancen gleich in der Familienpackung zunichte.

Und siehe da – bei den wenigen Ermatinger Offensivaktionen erwies sich die Hintermannschaft der „Biber“ als durchaus anfällig, sodass der Ausgleichstreffer durch HCE-Flügel Claudio Cunti und der 1:1-Spielstand zum ersten Pausentee gar nicht einmal so unverdient waren.

Im Mittelabschnitt liessen Konzentration und Konsequenz bei den Seebuben dann einmal mehr etwas nach. Gleichzeitig verbuchten die Beavers etwas mehr Schussglück und sorgten mit vier Treffern für die vorzeitige Entscheidung.

Was allerdings nicht dazu führte, dass sich die Ermatinger nun hängen liessen – eher im Gegenteil. Es hätte gar nicht so viel gefehlt und der HCE hätte nach dem zweiten Tor von Cunti gegen den haushohen Favoriten sogar das letzte Drittel gewonnen. Sittertal-Stürmer Schmid verhagelte dieses Vorhaben gut zwei Minuten vor dem Abpfiff im Powerplay.

Trotz der Niederlage gab’s am Ende Jubel in der Ermatinger Kabine. Die Underdogs hatten ihre Haut teuer verkauft und den Sittertalern weit mehr Mühe bereitet, als diesen wohl lieb gewesen wäre. Diese Einstellung gilt es nun zu bewahren – am kommenden Sonntag geht es gegen den HC Hinterthurgau mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um Abstieg oder Klassenerhalt.

Tore: Cunti 2

Assists: Lacroix

Strafminuten: Cunti 2, Hildebrand 2, Freitag 2, Wunsch 2

 

HC Ermatingen – HC Breakers 2:5 (1:3/1:1/0:1)

Zuschauer: Je später, desto mehr

Grosser Kampfgeist blieb unbelohnt

Das Ergebnis der Sonntagmorgen-Partie in der Bodenseearena Kreuzlingen spiegelt zwar nicht ganz das Kräfteverhältnis, aber Schlagkraft und Effizienz der Kontrahenten auf dem Eis wider. Der HC Ermatingen versteckte sich gegen die favorisierten Breakers nicht, mischte von Beginn an wacker mit und kam durch Ralph Saurer prompt auch zu einer nicht unverdienten 1:0-Führung. Die Breakers drehten nun auf, wobei die drei Treffer bis zur ersten Pause allesamt auf das Konto vermeidbarer individueller Fehler auf Seiten der Ermatinger gingen, die ihrerseits vor dem gegnerischen Tor zu wenig zwingend agierten.

Der Mittelabschnitt ähnelte dem ersten Drittel. Erneut war es der HC Ermatingen, der durch Christian Bänziger das erste Tor erzielte. Und weil die Seebuben (in einem Mitteldrittel, man höre und staune) sich diesmal am Riemen rissen und HCE-Keeper Patrick Wunsch zudem seinen Laden grossartig dicht machte, gelang den Breakers auch nicht mehr als der “Drittel-Ausgleich”.

Die Ermatinger witterten nun Morgenluft und griffen im dritten Abschnitt mit Mann und Maus an. Leider liefen alle Bemühungen letztlich ins Leere, weil auch Breakers-Goalie Hollenstein eine tadellose Partie ablieferte. Und fairerweise sei bemerkt, dass die Niederlage auch höher hätte ausfallen können, denn die spielerisch leicht überlegenen Breakers blieben in jeder Sekunde und mit jedem ihrer Angriffe gefährlich – wenn auch nur in einem Fall erfolgreich. Machste keine, kriegste eine …

So blieb im Ermatinger Lager am Ende hohe Zufriedenheit über die vermutlich beste Leistung der Saison. Tritt die Mannschaft auch im Schlüsselspiel gegen den HC Hinterthurgau am 10. Februar in Kreuzlingen in ähnlicher Manier auf, ist der Klassenerhalt in der THL-Gruppe A keine Utopie. Allerdings sollten alle HCE-Stürmer vorher ihre Zieleinrichtungen feinjustieren …

Tore: Saurer, Bänziger

Assists: Saurer

Strafminuten: Fischer 2, Lendenmann 2, Hochuli 2, Saurer 2

 

HC Ermatingen – Vipers Weinfelden 0:7 (0:1/0:6/0:0)

Zuschauer: Und wie

Das verflixte zweite Drittel

Auch wenn es gegen den Tabellenführer die erwartete Schlappe gab und diese resultatmässig auch ziemlich heftig ausfiel, verliessen die Spieler des HC Ermatingen das Eis mit gemischten Gefühlen. Zu den positiven Aspekten des Spiels am Sonntagmorgen auf dem Ausseneisfeld der Bodenseearena Kreuzlingen zählten Moral und Kampfgeist der Seebuben, die sich gegen einen in allen Belangen überlegenen Gegner im ersten und vor allem dritten Spieldrittel nach besten Kräften zur Wehr setzten und zumindest einen Ehrentreffer verdient gehabt hätten.

Negativ verlief einmal mehr der Mittelabschnitt, in dem der gänzlich unschuldige HCE-Keeper Wunsch nicht weniger als sechsmal hinter sich greifen musste. Geschuldet war der Gegentor-Reigen vor allem einer wahren Strafenflut – die “Schlangen” hatten sich in einer zwar nie unfairen, aber phasenweise doch recht intensiven Partie schlicht cleverer verhalten.

Tiefpunkt des Matchs war dreieinhalb Minuten vor Schluss dann leider eine schwere Beinverletzung des Vipers-Spielers Marco Plüss, der nach der Erstversorgung auf dem Spielfeld per Krankenwagen ins Spital eingeliefert werden musste. Nach Rücksprache mit beiden Teams entschieden sich die Schiedsrichter vernünftigerweise zum Abbruch des Spiels.

Der HC Ermatingen wünscht Marco Plüss gute Genesung und ein baldiges Comeback auf dem Eis!

Tore:

Strafminuten: Bichsel 2, Lacroix 2, Lallemand 2, Kiedaisch 2, Lendenmann 2, Som 2, Hochuli 2, Bänziger 2

 

HC Breakers – HC Ermatingen 9:2 (5:0/2:1/2:1)

Zuschauer: Irgendwelche Kuhglockenläuter

Moral nach schwachem Start

Nach dem ersten Drittel war die Auswärtspartie in Herisau praktisch schon gelaufen. Fünf Gegentore hatten sich die inkonsequent, teilweise fahrig agierenden HCE-Cracks gegen einen spielerisch und läuferisch sehr starken Gegner eingehandelt.

Doch statt die Köpfe in den Sand zu stecken, rissen sich die Seebuben am Riemen, zeigten Moral und boten den Breakers ab dem Mittelabschnitt Paroli. Der Lohn der Mühen war der Unterzahl-Treffer durch Roman Kiedaisch, nachdem der HCE-Topscorer im Zuge eines klassischen Konterangriffs den versammelten Breakers entwischt war.

Der Schlussabschnitt begann sogar noch besser. Verteidiger Marco Som packte seinen Hammer aus und drosch die Scheibe zum zwischenzeitlichen 7:2 in die Maschen. Das kleine Erfolgserlebnis, zumindest ein Spieldrittel gewonnen oder immerhin unentschieden gespielt zu haben, vereitelten zwar zwei weitere Breakers-Tore. Doch immerhin durften die Ermatinger nach dem erbärmlichen Startdrittel doch noch erhobenen Hauptes vom Eis fahren.

Tore: Kiedaisch, Som

Assists: Hochuli, Kaufmann

Strafminuten: Som 4, Hochuli 2

 

HC Ermatingen – EHC Sittertal Beavers 0:14 (0:3/0:5/0:6)

Zuschauer: ein paar Verschämte

Kanterniederlage gegen die Titelverteidiger

Eine Klatsche epischen Ausmasses setzte es für den HC Ermatingen gegen die Sittertal Beavers ab. Die amtierenden Meister erwiesen sich dem Aufsteiger gegenüber als in allen Belangen überlegen, sodass die Tore beinahe im Minutentakt fielen. Die zumeist überforderten HCE-Feldspieler taten ihr Bestes, um dem Angriffdrang der Biber Einhalt zu gebieten, liessen ihre bedauernswerten Torhüter Wunsch (in den ersten beiden Dritteln) sowie Stamm (im Schlussabschnitt) aber ein ums andere Mal mit heruntergelassenen Hosen dastehen.

Dennoch dürfen die Seebuben auch zwei positive Aspekte aus der Pleite mitnehmen: Bis zum Ende versuchte man alles, um zumindest noch zum Ehrentreffer zu kommen, der nach einigen Konterchancen sowie einem Penalty von Gschwend zweifellos verdient gewesen wäre. Und trotz der Überlegenheit des Gegners liessen sich die Ermatinger nicht zu Foulspielen hinreissen. Je vier Strafminuten auf beiden Seiten zeugen von einer ausgesprochen fairen Partie.

Scorer: Heute nicht

Strafminuten: Lendenmann 2, Saurer 2

 

EHC Tatankas – HC Ermatingen 2:4 (0:1/1:3/1:0)

Zuschauer: Schwer zu sagen

Erster Saisonsieg für den HCE!

Der HC Ermatingen hat den ersten Sieg nach dem Aufstieg in die Gruppe A der Thurgauer Hobby-Liga gefeiert. Nachdem schon das Hinspiel gegen die Tatankas eher unglücklich verloren worden war, gingen die Ermatinger von Beginn an voll motiviert zu Werke und erarbeiteten sich im ersten Spielabschnitt eine leichte Feldüberlegenheit, die Captain Reto Lendenmann schliesslich in die 1:0-Führung ummünzen konnte.

Und anders als in so mancher Partie zuvor verloren die Seebuben im Mitteldrittel keineswegs den Faden, sondern hielten Konzentration und Kampfgeist aufrecht. Zwei Hämmer von Roman Kiedaisch und der vierte Treffer durch Marco Som nach einer wunderbaren Kombination mit Lendenmann und Kiedaisch sorgten für klare Verhältnisse zum zweiten Pausentee.

Unverständlicherweise brachten sich die Ermatinger durch einige Undiszipliniertheiten im letzten Abschnitt nochmals selber in Schwierigkeiten. Dank der mangelhaften Chancenverwertung der Tatankas, einer grossartigen Leistung von HCE-Keeper Patrick Wunsch und der nötigen Prise Dusel geriet der erste Saisonerfolg des HC Ermatingen aber nicht mehr in Gefahr.

Damit haben sich die Aufsteiger, obwohl noch immer Tabellenschlusslicht, wieder in Schlagdistanz zu den drei vor ihnen liegenden Teams (Hinterthurgau, Tatankas, Breakers) gespielt und damit das vor Saisonbeginn ausgegebene Saisonziel «Klassenerhalt» weiter im Visier.

Tore: Kiedaisch 2, Lendenmann, Som

Assists: Kiedaisch 2, Lendenmann, Lacroix

Strafminuten: Som 6, Vogt 2, Gardi 2, Kiedaisch 2, Lallemand 2
HC Ermatingen – Crocodile Flyers 1:10 (0:5/0:5/1:0) Zuschauer: 23

Leistungssteigerung gegen Ende des Spiels

Im Spiel gegen die Crocodile Flyers wurde dem HC Ermatingen auf eindrückliche Art und Weise aufgezeigt, wie ein schnelles und passgenaues Spiel aufgezogen wird. In den ersten beiden Dritteln windete es nämlich nur so vor dem Tor der Ermatinger. Obwohl die Mannen vom Untersee ihre Positionen hielten und trotz starken Leistungen der Torhüter Wunsch und Stamm, klingelte es fast im Minutentakt im Ermatinger Tor. Erst im letzten Drittel tauchten die Ermatinger vermehrt vor dem gegnerischen Tor auf und erzielten den überaus verdienten Ehrentreffer.

Fazit: Das Resultat täuscht ein wenig über die gute Leistung des HCE’s hinweg. Die Flyers waren klar die bessere Mannschaft und in jeder Situation haushoch überlegen. Trotzdem lässt sich ein Aufwärtstrend beim HCE feststellen – das Training von Röbi schein langsam zu fruchten. Nun gilt es die Köpfe nicht hängen zu lassen und weiterhin voll Gas zu geben.

 

HC Ermatingen – HC Zihlschlacht 1:8 (1:1/0:4/0:3) Zuschauer: Sonntagmorgen…

Das ominöse 2.te Drittel des HCE

Nach einem guten Start und dem Führungstor durch Andi Bichsel, welcher seinen ersten Treffer in der THL markierte, gingen die Mannen von Coach Röbi zufrieden in die erste Drittelspause. Doch bereits nach 57 Sekunden Spielzeit im zweiten Drittel klingelte es das zweite Mal im Kasten von Torhüter Wunsch. Danach klappte in den Reihen der Seebuben praktisch nichts mehr und – zu allem Übel – klappte einfach alles bei den Mannen aus Zihlschlacht. Auch ein Torhüterwechsel nach zwei Dritteln konnte nichts mehr bewirken. Der HCE erlitt ein weiteres Mal Schiffbruch in der höchsten Thurgauer Hobbyliga.

Fazit: Der HCE muss nun aus den Niederlagen lernen und darf den Spass am Hockey nicht verlieren!

 

HC Hinterthurgau – HC Ermatingen 7:2 (1:1/3:0/3:1)

Zuschauer: Tumulte in der Gütti

Einsatz top, Effizienz flop

Im vierten Spiel nach dem Aufstieg in die Gruppe A der Thurgauer Hobby-Liga hat der HC Ermatingen die vierte Niederlage einstecken müssen. Gegen den HC Hinterthurgau begannen die Seebuben druckvoll, aber vor dem gegnerischen Tor nicht sonderlich zwingend. Das 1:0 durch einen knallharten Handgelenkschuss von Verteidiger Flo Gardi von der Blauen Linie aus fiel in einer Überzahlsituation und schien durchaus als „Knotenlöser“ geeignet. Der Ausgleichstreffer der Hinterthurgauer kurz vor dem ersten Pausentee nach einer Unkonzentriertheit im Ermatinger Defensivspiel wirkte entsprechend ernüchternd.

Im Mittelabschnitt passierte einmal mehr, was sich in dieser Saison zu einer mittleren Psychose zu entwickeln scheint: Die HCE-Cracks verloren ziemlich den Faden, Stellungsspiel und Zuordnung auf dem Eis waren mangelhaft, drei blöde Gegentreffer die logische Konsequenz.

Immerhin liessen sich die Ermatinger nicht hängen und griffen im letzten Spieldrittel nochmals mit Mann und Maus an. Dass sie immer wieder vor dem gegnerischen Tor sündigten, fiel letztlich mehr ins Gewicht als die Tatsache, dass man gezwungen war, die Deckung weitgehend zu entblössen, was die effizient und clever agierenden Hinterthurgauer zu drei klassischen Kontertoren nutzten. Das zweite HCE-Tor durch Captain Reto Lendenmann kurz vor Spielschluss hatte lediglich kosmetischen Wert.

Auch nach der vierten Niederlage in Serie ist das Ermatinger Glas dennoch „halbvoll“. Einsatz und Kampfgeist stimmen, punkto Spielanteile bewegte man sich bisher weitgehend auf Augenhöhe mit der Konkurrenz. Wer allerdings die Grosschancen gleich in der Familienpackung versiebt und in vier Partien nicht mehr als acht Tore zustande bringt, landet sehr rasch auf dem letzten Tabellenrang.

Tore: Gardi, Lendenmann

Strafminuten: Gardi 2, Vogt 2, Bänziger 2, Gschwend 2

 

HC Ermatingen – EHC Tatankas 2:6 (1:1/0:1/1:4)

Zuschauer: Aber hallo!

Viel Aufwand, wenig Ertrag

Nach dem erfolgreichen Auftakt in der Gruppe A gegen den EHC Zihlschlacht hat der HC Ermatingen einen ersten kräftigen Dämpfer hinnehmen müssen. Gegen den EHC Tatankas setzte es eine Niederlage, die zwar letztlich völlig in Ordnung geht, aber dennoch unnötig war.

Im ersten Spielabschnitt übernahm der Aufsteiger direkt das Zepter und hielt mit vier Sturmreihen (!) das Tempo hoch. Aus der Feldüberlegenheit ergaben sich einige gute Chancen, von denen allerdings nur Cunti eine verwerten konnte. Der Ausgleich der Tatankas resultierte aus einem individuellen Ermatinger Fehler und stellte den Spielverlauf ziemlich auf den Kopf.

Der Knackpunkt aber waren, wie schon gegen Zihlschlacht, die ersten Minuten des Mittelabschnitts. Dämliche Strafen und Unkonzentriertheiten brachten den Rhythmus der HCE-Cracks durcheinander, letztlich konnte man froh sein, zur zweiten Pause nur mit einem Tor in Rückstand geraten zu sein.

Im Schlussdrittel erarbeiteten sich die Seebuben wieder ein Plus an Spielanteilen. Die Tore aber schoss der Gegner. Gleich in der ersten Minute klingelte es zweimal im Kasten von HCE-Keeper Wunsch. Die Gastgeber riskierten nun alles, stürmten mit Mann und Maus und konnten durch Saurer auch nochmals verkürzen. Doch während man in der Folge selber ein ums andere Mal vor dem gegnerischen Kasten sündigte, machten die clever und effizient agierenden Tatankas mit zwei weiteren Toren alles klar.

Die positive Erkenntnis des Abends aus HCE-Sicht: Auch im zweiten Spiel nach dem Aufstieg in die Gruppe A vermochte man spielerisch mit dem Gegner mitzuhalten, Kampf und Einsatzwillen der ganzen Mannschaft passen. Allerdings stehen Aufwand und Ertrag weiterhin in keinem vernünftigen Verhältnis.

Tore: Cunti, Saurer

Assists: Fischer

Strafminuten: Som 4, Hochuli 2, Lallemand 2, Hartnack 2, Kiedaisch 2, Fischer 2

 

HC Zihlschlacht – HC Ermatingen 2:1 n.P. (0:0/1:0/0:1)

Zuschauer: Nicht viele, aber saulaute

Gelungener Einstand in der Gruppe A

Die Mannschaft des HC Ermatingen hat gleich im ersten Spiel nach dem Aufstieg in die Gruppe A der Thurgauer Hobby-Liga (THL) deutlich gemacht, dass sie nicht die geringste Lust verspürt, den etablierten Teams in diesem Winter als Kanonenfutter zu dienen.

Gegen den letztjährigen Vizemeister mischten die Underdogs von Beginn an munter mit. Das erste Drittel war gekennzeichnet von Offensiv-Aktionen auf beiden Seiten, die aber allesamt nicht in Zählbarem zu Buche schlugen. Mit diesem ersten Erfolgserlebnis ging’s zum ersten Pausentee in die Kabine.

Doch im Mittelabschnitt brachten sich die Ermatinger durch viele Strafen, die meisten aus der Kategorie „Unnötig“, selbst in die Bredouille. Zeitweise spielte man sogar mit zwei Mann in Unterzahl. Die Zihlschlachter nahmen prompt das Heft in die Hand und kamen zu zahlreichen hochkarätigen Chancen, die HCE-Goalie Patrick Wunsch zunächst reihenweise zunichte machte – bis auch er in der 21. Minute machtlos war. Fast unnötig zu erwähnen, dass mal wieder ein Seebube in der Kühlbox hockte …

Doch die Ermatinger liessen die Köpfe nicht hängen, berappelten sich und erhöhten den Druck im letzten Drittel wieder. Und was zuvor in vielen aussichtsreichen Situationen nicht geklappt hatte, das gelang Roman Kiedaisch in der 36. Spielminute, passenderweise durch einen Shorthander. Durch Freund und Feind hindurch fand sein Schlagschuss den Weg ins Zihlschlachter Tor.

Bis zum Schlusspfiff fiel kein Treffer mehr, sodass die Partie im Penaltyschiessen entschieden wurde. Und hier behielt der HC Zihlschlacht nach jeweils acht Schützen das bessere Ende für sich.

Dennoch war die Zufriedenheit im Ermatinger Lager gross. Den ersten Punkt in der Gruppe A gleich gegen einen Topfavoriten zu holen, hatte kaum einer auf dem Zettel gehabt. Ein paar Strafen weniger, ein bisschen mehr Konsequenz vor dem gegnerischen Tor – und wer weiss …

Tore: Kiedaisch

Strafminuten: Cunti 4, Som 2, Gardi 2, Kiedaisch 2, Fischer 2, Hartnack 2