Spielberichte 13/14

HC Ermatingen – VIPERS Weinfelden 2:9 (0:2/1:5/1:2)

Zuschauer: Die eine Tribüne war voll!

Saisonabschluss vergeigt

Zum Abschluss der THL-A Saison 13/14 stand mit den VIPERS aus Weinfelden nochmals ein ganz harter Brocken auf dem Programm. Doch ganz im Gegensatz zum Hinspiel, wo der HCE furios begann und schnell 3:0 führte, nahm dieses Mal der Gegner das Zepter in die Hand und spielte die Mannen vom Untersee regelrecht an die Wand. Das Verdikt daraus; 0:2 nach dem ersten Drittel.
Nachdem Cunti zu Beginn des zweiten Drittels auf 1:2 verkürzen konnte, begannen die VIPERS so richtig zu zaubern. Durch schnelle, präzise und eiskalt abgeschlossene Angriffe erhöhten sie binnen kürzester Zeit den Score auf 1:7.
Im letzten Drittel nahmen die Kombinierer aus Weinfelden dann etwas Tempo aus dem Spiel und liessen den HCE doch noch zur ein und anderen Chance kommen. Christian Bänziger nutzte dies und schloss einen herrlichen Konter zusammen mit Mischa Freitag zum 2:9 ab.

Tore: Cunti, Bänziger

Assists: Hochuli, Freitag, Kaufmann

Strafminuten: Kiedaisch 12, Gschwend 2, Eglauf 2, Som 2

 

HC Ermatingen – EHC Tatankas 3:7 (2:2/0:3/1:2)

Zuschauer: hätten auch zum ESC-Vorentscheid in die Halle gehen können

Der Abstieg ist besiegelt

Die Hochstimmung in den Reihen des HC Ermatingen nach dem grossartigen Sieg gegen die Breakers ist nur sechs Tage später in tiefen Frust umgeschlagen. Die Niederlage gegen den Tabellennachbarn EHC Tatankas bedeutet, dass die Seebuben nach zwei Wintern im Oberhaus der Thurgauer Hobby-Liga in der Spielzeit 2014/2015 wieder in der Gruppe B antreten müssen.

Die Ermatinger begannen fahrig und unkonzentriert und wurden dafür mit zwei frühen Gegentoren bestraft. Nach einigen Minuten fingen sich die Gastgeber und kamen zu mehreren guten Chancen, von denen Topscorer Claudio Cunti sowie Reto Lendenmann (nur eine Sekunde vor der Pausensirene) zwei verwerten konnten. Somit war man guter Dinge fürs Mitteldrittel – in dem dann leider der Einbruch folgte. Die HCE-Cracks verloren teilweise völlig den Faden, nichts wollte mehr gelingen. Schiedsrichter Vogel half mit einigen originellen Entscheiden kräftig mit (dass sein Sohn bei den Tatankas spielt, hat damit keinesfalls etwas zu tun), und so stand es nach 30 Spielminuten 2:5.

Zwei weitere Tatankas-Treffer und einige Vogel’sche Glanztaten später war die Messe gelesen. Dass Joël Lallemand mit einem herrlichen Knaller von der blauen Linie zumindest noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben konnte, war ein kleiner Trost nach einer durchwegs ungenügenden Leistung des HC Ermatingen, aus der eine klare Niederlage und der Abstieg in die Gruppe B resultierten. Das letzte Spiel gegen die Vipers am kommenden Samstag kann daran leider nichts mehr ändern.

Tore: Cunti, Lendenmann, Lallemand

Assists: Lendenmann, Lallemand, Ditsche

Strafminuten: Lendenmann 14, Hochuli 10, Stamm 4, Cunti 2, Kaufmann 2, Eglauf 2, Ditsche 2, Bänziger 2

 

HC Breakers – HC Ermatingen 4:5 n.P. (2:0/1:1/1:3)

Zuschauer: Tumulte in der Gütti

Mit grosser Moral zum ersten Saisonsieg

Mit einer grossartigen kämpferischen Leistung hat der HC Ermatingen das Ruder noch herumgerissen und gegen die Breakers, denen man im Hinspiel 3:9 unterlegen war, den ersten Sieg der laufenden THL-Saison eingefahren. Bis 17 Minuten vor Schluss hatte es eher nicht danach ausgesehen. Zwar hielten die Ermatinger gegen die Favoriten recht gut mit und kamen auch zu einigen guten Torchancen, doch das Scoren übernahmen zunächst die Breakers. Mit dem 3:0 in der 25. Spielminute schien die Sache gelaufen.

Die HCE-Cracks dachten allerdings gar nicht daran, sich mit dieser weiteren Niederlage abzufinden, und drückten nun erst richtig auf die Tube. Plötzlich kippte das Spiel, Ermatingen machte richtig Druck, die Breakers verlegten sich aufs Verteidigen und Kontern. Und mit dem ersten Treffer durch HCE-Goldhelm Claudio Cunti in der 28. Minute ernteten die Seebuben prompt auch ihr erstes zählbares Erfolgserlebnis. Und das ausgeglichene Mitteldrittel war nur ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte.

Denn ob sich die Breakers weiter zu sicher fühlten oder die Ermatinger schlicht über sich hinaus wuchsen – auch im Schlussabschnitt war das Tabellenschlusslicht die bessere Mannschaft. Und endlich stellte sich auch das nötige Schussglück ein, das bis dato so gefehlt hatte. Marco Som mit einem herrlichen Handgelenksschuss und Andreas Bichsel mit einem klassischen Ablenker nach einem Hammer von Frank Kaufmann trafen zum Ausgleich. Und als Christian Bänziger in der 42. Minute Penalty-reif gelegt wurde, liess sich der Gefoulte nicht lange bitten und versenkte eiskalt zur erstmaligen Führung!

Die Breakers warfen daraufhin alles nach vorne, stürmten mit Mann und Maus und wurden gut zwei Minuten vor dem Abpfiff mit dem neuerlichen Ausgleich belohnt. Es kam zum Penaltyschiessen, und in diesem gaben sich die Ermatinger Schützen keine Blösse. Roman Hörnlimann und Claudio Cunti trafen – der nervenstarke Topscorer sogar zweimal, nachdem der Breakers-Keeper bei Cuntis erfolgreichem erstem Versuch das Tor verschoben hatte. Und weil der einmal mehr starke Patrick Wunsch im Kasten des HCE nur einen Gegentreffer zuliess, war der erste Saisonsieg des HC Ermatingen Fakt und die Freude in der Kabine danach entsprechend gross.

Am kommenden Samstag kommt es ab 20 Uhr in der Bodensee Arena Kreuzlingen zum wohl entscheidenden Showdown um den Klassenerhalt in der Gruppe A der Thurgauer Hobby-Liga. Den HC Ermatingen und den EHC Tatankas trennt im Kampf um den rettenden sechsten Rang ein Punkt. Noch.

Tore: Cunti, Som, Bichsel, Bänziger

Assists: Cunti, Kaufmann

Strafminuten: Kiedaisch 4, Lallemand 2, Eglauf 2, Bänziger 2, Hildebrand 2, Som 2

 

HC Ermatingen – Crocodile Flyers 0:10 (0:2/0:5/0:3)

Zuschauer: leider ja

Klatsche vom Titelanwärter

Im ersten Saison-Aufeinandertreffen mit den Crocodile Flyers hat der HC Ermatingen die erwartet deutliche Niederlage kassiert. Dabei war den Seebuben über weite Strecken der Partie ein durchaus ordentliches Zeugnis auszustellen. Kampfkraft, Spielanlage und Einstellung passten, sodass der erste Spielabschnitt aus Sicht der “Krokodile” harziger verlief, als es den  Favoriten wohl lieb gewesen wäre. Dass das 2:0 für die Flyers in der allerletzten Sekunde vor der Sirene fiel, war zwar ärgerlich, darf aber nicht als Begründung dafür dienen, dass die Ermatinger im Mitteldrittel etwas aus der Spur gerieten und es insbesondere an Konsequenz im Zweikampf missen liessen. Die erweiterten Freiräume nutzten die technisch versierten Crocodile Flyers kaltblütig aus, sodass es gleich fünf Mal im Kasten von HCE-Keeper Wunsch einschlug.

Auch im dritten Drittel dauerte es einige Minuten, bis die Ermatinger zu dem konzentrierten Defensivspiel des ersten Abschnitts zurückfanden. In dieser Zeit hatte es zwar drei weitere Mal geklingelt, womit das ärgerliche “Stängeli” Tatsache war, immerhin aber gestalteten die HCE-Cracks das Score in den letzten zehn Spielminuten ausgeglichen. Und hätte der Puck im Spielverlauf beim einen oder anderen Konter den Weg ins Flyers-Tor gefunden, die Titel-Mitfavoriten hätten sich nicht zu sehr beschweren brauchen.

So blieb am Ende eine schmerzhaft klare Niederlage, aber auch die Erkenntnis, dass man es einem überlegenen Gegner phasenweise zu einfach gemacht und durchaus auch positive Akzente gesetzt hat. Und es zeigte sich auch einmal mehr, dass die meisten Schiedsrichter zwar nicht die Aktion ahnden, sehr wohl aber die Reaktion. Schon am kommenden Samstag steigt erneut in der Bodensee Arena Kreuzlingen die Revanche.

Tore: hab ich vergessen

Assists: pfff

Strafminuten: Lendenmann 10, Hörnlimann 4, Bänziger 2, Gardi 2, Gilg 2

 

HC Ermatingen – HC Sittertal Beavers 2:8 (2:4/0:2/0:2)

Zuschauer: in postweihnachtlicher Stimmung

Starke Gegenwehr gegen starken Gegner

Auch im zweiten Aufeinandertreffen der Saison hat sich der HC Ermatingen gegen die klar favorisierten Sittertal Beavers sehr ordentlich aus der Affäre gezogen. Vor allem in der Defensive zeigten die Seebuben eine ansprechende Leistung und störten die zahlreichen Angriffsbemühungen des Gegners teilweise recht effektiv, wozu auch die prima Vorstellung des für diese Partie aus der Frührente reaktivierten Goalies Bruno Stamm beitrug. Auch in der Vorwärtsbewegung waren die Ermatinger nicht tatenlos und kamen zu einigen guten Konterchancen, von denen sie mit ein wenig mehr Schussglück durchaus auch mehr als nur zwei hätten verwerten können.

Dass am Ende doch eine klare Niederlage herausschaute, lag schlichtweg an der individuellen Klasse der Sittertaler Spieler, die den tapfer kämpfenden Ermatingern in allen Belangen eine Spur voraus waren. Immerhin zeigt sich mittlerweile auch in solchen Partien: Es sind keine Welten mehr, die den HC Ermatingen vom Establishment der obersten Spielklasse der Thurgauer Hobby-Liga trennen.

Tore: Hartnack, Freitag

Assists: Bänziger

Strafminuten: Hörnlimann 2, Kaufmann 2, Lallemand 2, Eglauf 2

 

HC Zihlschlacht – HC Ermatingen 5:2 (2:0/1:1/2:1)

Zuschauer: interessiert und aufgestellt

Zuviele Einladungen für den Gegner

Im Grunde war den Spielern des HC Ermatingen von vorneherein klar, dass sie nur über Kampf, Konsequenz und Aufsässigkeit eine Möglichkeit haben würden, den spielerisch zweifellos überlegenen Gegner an seiner Entfaltung zu hindern. Dieses Prinzip hatten die Seebuben etwa in der Partie gegen die Vipers erfolgreich praktiziert. Gegen den HC Zihlschlacht hingegen klaffte zwischen Theorie und Praxis eine große Lücke. Vor allem im ersten Spielabschnitt agierten alle drei HCE-Blöcke mit der taktischen Disziplin eines durchschnittlichen Thurgauer Hühnerhaufens. Der Gegner erhielt viel zu viele Freiräume, was die technisch beschlagenen Zihlschlachter zu zahlreichen Torchancen nutzten. Dass sie letztlich nur zwei davon nutzen konnten, lag insbesondere am an diesem Tag besten Ermatinger auf dem Eis, Goalie Sandro Singer. Dass Lacroix und Kaufmann jeweils ohne Fremdeinwirkung verletzt vom Eis mussten, war im Finden der eigenen Linie nicht sonderlich hilfreich.

Im Mittelabschnitt lief es einen Hauch besser. Roman Kiedaisch konnte zum 1:2 verkürzen, und nachdem auch dem HCZ nur ein Treffer gelang, waren die Chancen für den HC Ermatingen auf vielleicht doch noch einen Punkt zumindest nicht in weite Ferne gerückt. Doch in den letzten 15 Minuten hielt der Schlendrian wieder vermehrt Einzug, die Gastgeber netzten zwei weitere Male ein, sodass Claudio Cuntis sechstes Saisontor kurz vor Schluss nur noch Ergebniskorrektur darstellte. So blieben eine Niederlage, die angesichts des Spielverlaufs auch in dieser Deutlichkeit völlig in Ordnung ging, ein unverständlicher Aussetzer von HCZ-Spieler Brühlmann kurz vor Schluss und eine einmal mehr brillante Leistung von Schiedsrichter Marx.

Tore: Kiedaisch, Cunti

Assists: Cunti, Som, Bichsel

Strafminuten: Lacroix 2, Hartnack 2, Kiedaisch 2, Gardi 2

 

HC Ermatingen – Breakers 3:9 (1:3/0:4/2:2)

Zuschauer: da war zuwenig Platz…

Irgendwie passte heute einfach nichts zusammen

Die Partie gegen die Breakers stand schon vor Spielbeginn unter einem schlechten Stern. Der Weihnachtsmarkt in Konstanz sowie die Schlager-Veranstaltung “Viva Volksmusik” führten zu einer wahren Parkplatzschlacht, und sämtliche Spieler mussten teilweise extrem weit weg parkieren (Kanti Kreuzlingen). Trotzdem begannen die Seebuben stark. Bichsel netzte nach nur gerade 29 Sekunden zum 1:0 ein und krönte den schönen Angriff der Ermatinger mit seinem ersten  Saisontreffer. Die Antwort der Breakers kam aber postwendend – Meierhofer bodigte 20 Sekunden später die Ermatinger Euphorie mit dem 1:1. Danach war beim HCE die Luft bereits draussen, und die Breakers erhöhten den Score in den folgenden 20 Minuten auf 1:7. Erst in den letzten 15 Minuten fanden die Ermatinger wieder zurück ins Spiel und konnten das letzte Drittel sogar ausgeglichen gestalten.

Tore: Bichsel, Kiedaisch, Cunti

Assists: Kiedaisch, Bichsel

Strafminuten: Som 25, Lallemand 4, Kiedaisch 2, Wunsch 2, Vogt 2

 

EHC Vipers Weinfelden – HC Ermatingen 6:4 (0:3/4:0/2:1)

Zuschauer: ganz schön viele eigentlich

Knappe Niederlage nach grossem Kampf

Jene Zuschauer, die am Sonntagmorgen vielleicht erst zur ersten Drittelpause den Weg in die „Gütti“ nach Weinfelden gefunden hatten, dürften sich irritiert die Augen gerieben haben. Der krasse Aussenseiter, der HC Ermatingen, führte gegen den Tabellenzweiten und unstrittigen Favoriten mit 3:0! Was zwar nicht wirklich dem Spielverlauf entsprach, aber auch nicht unverdient war.

Denn die nicht in Bestbesetzung angetretenen Ermatinger hatten leidenschaftlich gekämpft, die Angriffsbemühungen der spielerisch und läuferisch überlegenen Vipers der Reihe nach zunichte gemacht und deren defensive Anfälligkeiten durch Treffer von Freitag, Lacroix und Bänziger dreimal konsequent bestraft.

Im Mittelabschnitt wendete sich das Blatt. Die zunehmend aggressiver (und auch nickliger) zu Werke gehenden Vipers fügten ihren spielerischen Möglichkeiten nun auch die nötige Portion Effizienz hinzu und überwanden den grossartig haltenden HCE-Keeper Wunsch binnen zehn Minuten gleich viermal.

Doch wer nun erwartet hatte, dass die Ermatinger Spieler einknicken würden, sah sich getäuscht. Sie rissen sich vielmehr im letzten Spieldrittel nochmals am Riemen und glichen durch Bänziger sogar zum 4:4 aus. Dass die Vipers postwendend zwei weitere Male einnetzten und sich den Sieg in den verbleibenden knapp zwölf Minuten nicht mehr nehmen liessen, was aufgrund der Spielanteile auch völlig in Ordnung ging, konnte die tadellose Vorstellung des HC Ermatingen nicht schmälern. Die Seebuben hatten ihre Möglichkeiten maximal ausgeschöpft und mit viel Herz und Kampfgeist einem überlegenen Gegner zumindest phasenweise den Sonntagvormittag versaut.

Tore: Bänziger (2), Freitag, Lacroix

Assists: Bänziger, Kaufmann

Strafminuten: Bänziger 12, Kiedaisch 4, Freitag 2

 

EHC Tatankas – HC Ermatingen 7:6 n.P. (1:0/1:3/4:3)

Zuschauer: klar

Unnötiger Punktverlust

In der ersten Saisonbegegnung mit den vermutlichen Rivalen im Abstiegskampf hat der HC Ermatingen eine höchst ärgerliche Niederlage kassiert. Nach einem Startdrittel, das zwar mit 0:1 verloren ging, in dem sie aber bereits gute Ansätze in der Defensive wie Offensive gezeigt hatten, nahmen die Seebuben im Mittelabschnitt das Zepter in die Hand. Cunti, Lendenmann und Freitag sorgten zunächst für eine Zwei-Tore-Führung, der Anschlusstreffer der Tatankas kurz vor Drittelsende gehörte eher in die Kategorie „überflüssig“.

Das letzte Spieldrittel sah dann eine regelrechte Toreflut, zunächst vor allem zu Gunsten des HC Ermatingen. Fünf Minuten vor der Schlusssirene lautete das Score nach Treffern von Kiedaisch sowie abermals Lendenmann und Freitag 3:6, die Sache schien gelaufen. Doch dann verloren die HCE-Cracks aus unerfindlichen Gründen völlig den Faden, liessen ihren Goalie Sandro Singer mehrmals im Stich und den Gegner damit zurück ins Spiel kommen und mussten staunend zusehen, wie die Tatankas mit tödlicher Effizienz binnen drei Minuten dreimal einnetzten.

So wurde ein Spiel, das der HC Ermatingen an sich im Griff gehabt hatte, im Penaltyschiessen entschieden. Und in diesem manifestierte sich die Verunsicherung der HCE-Schützen überdeutlich – nicht einer der fünf Penaltys fand den Weg ins Tatankas-Tor, während der starke Singer einmal hinter sich greifen musste. Von einem gewonnenen Punkt zu sprechen, trifft den Kern der Sache in diesem Fall also leider nicht.

Tore: Lendenmann (2), Freitag (2), Cunti, Kiedaisch

Assists: Cunti (2), Lendenmann

Strafminuten: Gardi 2

 

HC Ermatingen – HC Zihlschlacht 2:5 (1:2/1:1/0:2)

Zuschauer: Anwesend

Kampf auf Augenhöhe

Nach der deutlichen Niederlage gegen die Sittertaler vor einer Woche zeigte sich der HC Ermatingen zu Beginn der Partie gegen die Mannen aus Zihlschlacht sichtlich verunsichert. Zu ungenau waren die Pässe aus der eigenen Verteidigungszone und zu eiskalt die nachfolgenden Konter des Gegners. So stand es bereits nach knapp drei Minuten 0:2 für die Gäste. Danach wurde das Spiel ruppig und aggressiv. Zuviel für Coach Röbi Egger, der sein Timeout nach nur gerade 12 Minuten bezog. Die Reaktion der Ermatinger hätte optimaler nicht sein können. Das Spiel wurde ruhiger und präziser, und Claudio Cunti netzte kurz nach dem Timeout auf Pass von Reto Lendemann unwiderstehlich ein.

Nur zwei Minuten nach dem ersten Pausentee glich erneut Cunti auf Pass von Michi Hartnack die Partie aus. Doch kurz darauf entwischte Huser und schoss zur erneuten Führung für den HC Zihlschlacht ein. Im zweiten Drittel gab es Chancen hüben wie drüben, und vor allem dank des überragenden Torhüter Pädi Wunsch blieben die Ermatinger im Spiel.

Erst im letzten Drittel konnte der Favorit aus Zihlschlacht zwei weitere Tore zum Schlussstand von 2:5 schiessen. Alles in allem war es aber eine solide Leistung des HC Ermatingen und eine gute Steigerung im Vergleich zum letzten Spiel.

 

HC Sittertal Beavers – HC Ermatingen 9:2 (4:0/4:1/1:1)

Zuschauer: In rauen Mengen

Klare Niederlage zum Saisonauftakt

Der HC Ermatingen hat zum Auftakt der THL-Saison 2013/2014 gegen den regierenden Vizemeister eine diskussionslose Packung kassiert. Von Beginn an übernahmen die Sittertaler das Spieldiktat. Die Ermatinger warfen dem Top-Favoriten alles entgegen, was sich in ihrem Arsenal befand, legten aber auch so manches Abstimmungsproblem an den Tag. Vier Gegentore schon im ersten Spielabschnitt sprachen eine deutliche Sprache. Wobei sich die Defensive der “Biber” als nicht in jeder Lebenslage sattelfest präsentierte, was den Seebuben die eine oder andere Kontermöglichkeit eröffnete – zunächst allerdings ohne zählbares Ergebnis.

Das änderte sich im zweiten Drittel, das von zahlreichen Strafen gegen den HC Ermatingen geprägt war. Zwar hatte der deswegen mehr als einmal in Überzahl agierende HC Sittertal das Geschehen weiterhin im Griff und legte dem alles in allem wohl besten Ermatinger, Goalie Patrick Wunsch, vier weitere Eier ins Nest – doch immerhin konnte sich erstmals auch die HCE-Offensive auf der Spieluhr verewigen. Torschütze auf Zuspiel von Claudio Cunti war Captain Reto Lendenmann.

Obwohl die Partie natürlich längst entschieden war, rissen sich die HCE-Cracks im Schlussabschnitt nochmals am Riemen. Nach einem herrlichen Solo netzte Cunti gar zur Drittels-Führung ein, die allerdings nicht bis zum Schlusspfiff Bestand hatte. Immerhin hatte man einem überlegenen Gegner nochmals die Stirn geboten und vor allem das “Stängeli” vermieden.

Tore: Lendenmann, Cunti

Assists: Cunti, Freitag

Strafminuten: Hildebrand 4, Kaufmann 4, Bänziger 4, Cunti 2, Gardi 2, Hochuli 2, Hartnack 2