Spielberichte 14/15

HC Ermatingen – EHC Birberger 3:0 (1:0/0:0/2:0)

Zuschauer: ja

Der Meistertitel ist in Reichweite

Vom Kellerkind zum Titelaspiranten – so könnte man den Saisonverlauf des HC Ermatingen in der Saison 2014/2015 beschreiben. Vier Niederlagen zu Saisonbeginn liessen die Seebuben mit dem zweiten Sieg gegen den EHC Birberger den bereits siebten Triumph in Serie folgen und haben es damit im letzten Spiel der Hauptrunde – erneut gegen die Birberger – (fast) in der eigenen Hand, doch noch den Meistertitel in der Gruppe B der Thurgauer Hobby Liga einzufahren.
Dieser Titelkampf entscheidet sich zwischen den beiden genannten Teams sowie den Sittertal Beavers, die auch die letzten drei Partien gegeneinander austragen. Die Ausgangslage für den HC Ermatingen ist relativ simpel: Gelingt im letzten Hauptrunden-Match der dritte Sieg gegen die Birberger, bräuchten die Sittertaler gegen die Birberger einen Kantersieg mit schon jetzt mindestens zehn Toren Unterschied. Die Birberger wiederum müssen ihre letzten beiden Partien gegen Ermatingen und Sittertal beide gewinnen, um den B-Titel einzufahren. Und damit für die Saison 2015/2016 automatisch in die Gruppe A aufzusteigen.
Dazu geht es für alle drei Mannschaften noch um die Ausgangslage für die Playoffs, in denen im Viertelfinale zunächst über Kreuz im Modus „Best of three“ gegen ein A-Team gespielt wird. Will heissen: Der B-Meister erhält gegen den Viertplatzierten aus der Top-Gruppe den nominell einfachsten Viertelfinal-Gegner. Der Austragungs-Modus lässt so übrigens auch das Kuriosum zu, dass ein B-Team theoretisch Champion der Thurgauer Hobby Liga 2015 werden kann, ohne in die Gruppe A aufzusteigen!
Die Geschichte des zweiten Aufeinandertreffens zwischen dem HC Ermatingen und dem EHC Birberger am frühen Sonntagmorgen ist schnell erzählt. In einer sehr engen Partie gingen die leicht ersatzgeschwächten HCE-Cracks im ersten Drittel durch Freitag in Führung, vermochten sich in der Folge aber nicht entscheidend abzusetzen. Erst im Schlussabschnitt machten Cunti und Kaufmann mit einem Doppelschlag alles klar.

Tore: Freitag, Cunti, Kaufmann

Assists: Cunti, Eglauf, Hörnlimann, Hildebrand, Kiedaisch

Strafminuten: Som 2, Kiedaisch 2

 

HC Ermatingen – Farmteam Zihlschlacht 9:4 (4:2/2:0/3:2)

Zuschauer: ausverkauft, glaub ich

Vom Schlusslicht zum Tabellenführer

Zugegeben – die erstmalige Tabellenführung des HC Ermatingen in der Saison 2014/2015 der THL-Gruppe B berücksichtigte noch nicht die Sonntags-Partie des Tabellennachbarn EHC Birberger. Aber sie machte sich aus Sicht der Seebuben nach dem grausamen Saisonstart verdammt gut. Die nackten Zahlen sprechen Bände. Fuhren die HCE-Cracks in den ersten vier Spielen der Saison genau fünf Tore und einen kümmerlichen Punkt ein, lautet die stolze Bilanz aus den letzten sechs Partien: 30 Tore, 17 Punkte. Nach dieser Serie können die Ermatinger zumindest theoretisch wieder aus eigener Kraft B-Meister werden. Zwei extrem schwere Spiele gegen die Birberger stehen allerdings noch bevor.
Mit einem klaren Sieg in der Sonntagmorgen-Partie gegen das Farmteam des HC Zihlschlacht machten die HCE-Spieler auch mathematisch die Playoff-Qualifikation klar. Wobei es die Fairness gebietet, den Sieg in dieser Höhe durchaus als ein wenig schmeichelhaft zu bezeichnen. Die Ermatinger waren in der Summe zwar die feldüberlegene Mannschaft und kamen auch zu mehr Torchancen. Sie profitierten aber letztlich davon, dass die Zihlschlachter Defensive recht fehleranfällig agierte und die starke HCE-Torfrau Vicky Tschanz den Grossteil der gegnerischen Torchancen zunichte machte. Solche Spiele hat man in dieser Saison auch schon verloren.
Wirklich glänzend beim HC Ermatingen war lediglich die Chancenauswertung. Schon nach 48 Sekunden knallte Roman Kiedaisch den ersten Puck in die gegnerischen Maschen. Marco Som, abermals Kiedaisch und Andrea Gilg sorgten vor dem ersten Pausentee für die noch etwas wackelige 4:2-Führung. Erst im Mitteldrittel bauten Som mit seinem zweiten und Kiedaisch mit seinem dritten Treffer die Führung auf beruhigende vier Tore aus. Und auch wenn im Schlussabschnitt nochmals der zeitweilige Schlendrian in den Reihen der HCE-Cracks einkehrte, geriet der sechste Sieg in Folge nicht mehr in Gefahr. Zumal sich Christian Bänziger (gleich zweimal) und Claudio Cunti ebenfalls noch in die Scorer-Liste eintrugen.
Damit ist die Ausgangslage klar: Gewinnen die Ermatinger die beiden noch ausstehenden Partien gegen die Birberger, ist ihnen der B-Titel nicht mehr zu nehmen. Aber nach dem knappen Sieg im ersten Aufeinandertreffen wissen die Ermatinger sehr genau, welch harter Gang ihnen bevorsteht. Verglichen mit dem Saisonstart ist das aber ein veritables Luxusproblem.

Tore: Kiedaisch 3, Som 2, Bänziger 2, Gilg, Cunti

Assists: Lacroix 2, Cunti 2, Gilg, Gschwend, Som

Strafminuten: Lallemand 6, Eglauf 2, Lacroix 2

 

EHC Tatankas I – HC Ermatingen 1:5 (0:1/0:3/1:1)

Zuschauer: hingerissen

Fünferpack in Richtung Playoffs

Mit dem fünften Sieg in Serie hat der HC Ermatingen die Qualifikation für die Playoffs in der Gruppe B der Thurgauer Hobby Liga so gut wie unter Dach und Fach gebracht. Nach dem zweiten Saisonsieg gegen den EHC Tatankas haben die Seebuben drei Spieltage vor Schluss der Dreifachrunde acht Punkte Vorsprung auf das Tabellenschlusslicht und damit das Schreckgespenst „Abstiegsrunde“, das nach dem katastrophalen Saisonstart zumindest kurzfristig durchaus ein Thema gewesen war, wohl endgültig verscheucht.
In der Auswärtspartie gegen die Tatankas begannen die Ermatinger druckvoll, aber mit der einen oder anderen Konzentrationsschwäche. Dass diese keine zählbaren Folgen für die Seebuben hatte, lag zum einen daran, dass die beste Defensive der Gruppe B hinten einmal mehr den Laden dichtmachte, und nicht zuletzt auch daran, dass sich die Tatankas mit zahlreichen Strafen selber schwächten. Das 1:0 durch Marco Som in doppelter Überzahl war eine logische Konsequenz.
Im Mittelabschnitt stellte Claudio Cunti mit seinem siebten Saisontor schon nach 22 Sekunden die Weichen in Richtung Sieg, den die Verteidiger Markus Hochuli und Roman Hörnlimann mit ihren Treffern zum 4:0 noch vor dem zweiten Pausentee praktisch klarmachten. Zwar versauten die Tatankas-Stürmer HCE-Keeper Sandro Singer kurz nach Beginn des letzten Spieldrittels noch den Shutout, am deutlichen Erfolg des HC Ermatingen vermochte dies allerdings nichts mehr zu ändern. Zumal Andreas Bichsel, abermals in doppelter Überzahl, noch zum 5:1-Endstand einnetzte.
Damit hat der HC Ermatingen in der Tabelle nach Verlustpunkten zu den führenden Sittertal Beavers aufgeschlossen. Sowohl bei der Anzahl der Gegentreffer pro Spiel (2,1) als auch im Torverhältnis (+7) ist man mittlerweile Gruppen-Primus. Diese erfreuliche Statistik gilt es in den letzten drei schweren Spielen (zweimal gegen die Birberger, einmal gegen das Farmteam) zu festigen.

Tore: Som, Cunti, Hochuli, Hörnlimann, Bichsel

Assists: Gschwend 2, Kaufmann 2, Lacroix, Eglauf

Strafminuten: Som 6, Gschwend 2, Cunti 2, Lallemand 2, Gilg 2

 

EHC Birberger – HC Ermatingen 3:5 (0:2/1:1/2:2)

Zuschauer: in grossen Rudeln

Die Siegesserie der Seebuben hält an

Nach vier Niederlagen zu Saisonbeginn haben sich die Spieler des HC Ermatinger berappelt, die letzten vier Partien allesamt für sich entschieden und damit den Sprung auf den dritten Tabellenrang in der Gruppe B der Thurgauer Hobby Liga (THL) geschafft. Auch im mit Spannung erwarteten ersten von drei Aufeinandertreffen mit dem EHC Birberger, das wegen Problemen mit der Eisaufbereitung vom 7. Dezember auf den 2. Januar verschoben werden musste, gaben sich die Seebuben am Ende keine Blösse.
Dabei agierten die Ermatinger gegen die bis dato nach Verlustpunkten beste Mannschaft der Gruppe B im ersten Spielabschnitt alles andere als überzeugend. Dass man nach Toren von Claudio Cunti (im Powerplay) und Roman Kiedaisch dennoch mit einem Zwei-Tore-Polster in die Kabine ging, lag im Wesentlichen daran, dass die Birberger in der Defensive sogar noch ärger sündigten.
Prompt dauerte es im Mittelabschnitt nur 22 Sekunden, bis es zum ersten Mal hinter der als Vertreterin der beiden HCE-Stammkeeper Wunsch und Singer eingesprungenen Vicky Tschanz einschlug. Der Weckruf erfolgte zur richtigen Zeit, denn in der Folge rissen sich die Ermatinger am Riemen. Marco Som mit einem seiner gefürchteten Slapshots von der blauen Linie stellte den alten Vorsprung wieder her. Und als Kiedaisch zu Beginn des letzten Drittels mit seinem zweiten Tor des Abends auf 4:1 erhöhte, war der Kittel für den HC Ermatingen so ziemlich geflickt.
Daran sollte auch das zweite Tor der Birberger nur wenig später nichts mehr ändern. Denn erstens machten die stark haltende Vicky Tschanz und ihre Vorderleute hinten die Schotten dicht, zweitens traf Christian Bänziger drei Minuten vor Schluss im Powerplay zum 5:2 für den HC Ermatingen. Das dritte Birberger Tor nach einem albernen Doppelausschluss gegen Lallemand und Kiedaisch hatte nur noch kosmetischen Wert.

Tore: Kiedaisch 2, Cunti, Som, Bänziger

Assists: Cunti 2, Kiedaisch, Hörnlimann, Hildebrand, Hochuli, Freitag

Strafminuten: Kaufmann 2, Hildebrand 2, Lallemand 2, Kiedaisch 2

 

HC Ermatingen – HC Sittertal Beavers II 4:1 (3:1/1:0/–)

Zuschauer: aber hallo

Triumph nach Spielabbruch

Nach zwei Niederlagen gegen die Sittertal Beavers haben die Cracks des HC Ermatingen im letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams in diesem Winter den Spiess endlich umdrehen können. Wie bereits in der letzten Partie gegen die Tabellenführer nahmen die Hausherren früh das Zepter in die Hand, liessen den Gegner kaum zur Entfaltung kommen und erarbeiteten sich durch Treffer von Frank Kaufmann und Claudio Cunti schon im ersten Spielabschnitt einen Zwei-Tore-Vorsprung. Den Anschluss durch die Gäste beantwortete HCE-Verteidiger Marco Som postwendend mit seinem Knaller zum 3:1.
Das Mitteldrittel verlief weitgehend ausgeglichen mit Torchancen auf beiden Seiten. Das erste Saisontor von Roman Kiedaisch sorgte dann für eine Vorentscheidung. Die Ermatinger hatten sich dennoch gedanklich schon auf einen Ansturm der „Biber“ eingestellt, als diese das Match während der zweiten Drittelspause aufgaben. Nach einem Zusammenprall mit HCE-Verteidiger Flo Gardi klagte der Sittertaler Keeper über Schmerzen im Nackenbereich und sah sich ausserstande, die Partie fortzusetzen.

Tore: Kaufmann, Cunti, Som, Kiedaisch

Assists: Lacroix, Kiedaisch

Strafminuten: Cunti 4, Gardi 4, Hildebrand 2

 

HCZ Farmteam – HC Ermatingen 2:3 n.P. (2:2/0:0/0:0)

Zuschauer: ausdauernd

Zweiter Saisonsieg nach Penalty-Orgie

Nach dem verkorksten Saisonstart hat sich der HC Ermatingen mit dem zweiten Sieg in Folge wieder in die Spur gebracht. Eine spielerische Offenbarung war der Auftritt gegen das Farmteam des HC Zihlschlacht zwar nicht, die beiden nach Penaltyschiessen gewonnenen Punkte sind aber vielleicht gerade deswegen umso wertvoller. Zumal die Seebuben das erste Aufeinandertreffen mit den Zihlschlachtern in dieser Saison noch mit 1:4 verloren hatten.
Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der HC Ermatingen erarbeitete sich von Beginn an eine Feldüberlegenheit, sündigte aber einmal mehr vor dem gegnerischen Tor, sodass der 1:0-Führungstreffer des Heimteams eine fast logische Konsequenz war. Doch wie immer steckten die HCE-Cracks den Kopf nicht in den Sand, sondern griffen weiter mit vollem Einsatz an, was durch die Tore von Claudio Cunti und Philipp Hildebrand auch belohnt wurde. Der Ausgleich durch das Farmteam noch vor dem ersten Pausenpfiff war dann wieder Resultat einer Ermatinger Fahrlässigkeit und deswegen sehr ärgerlich.
Im Mittelabschnitt wurden das bis dahin mangelhafte Backchecking und Positionsspiel der Gäste zwar besser, verglichen mit den beiden letzten Partien blieb aber weiterhin Luft nach oben. Und so musste HCE-Keeper Patrick Wunsch mehr als einmal zaubern, um seine schludrigen Vorderleute im Spiel zu halten. Tore waren in den letzten beiden Dritteln Fehlanzeige, sodass die Entscheidung im Penaltyschiessen fallen musste.
Und dieses war so ein bisschen ein Spiegelbild der vorangegangenen 45 Spielminuten. Wirklich überzeugen konnten auf beiden Seiten eigentlich nur die Torhüter. Von insgesamt 27 Versuchen waren gerade einmal vier von Erfolg gekrönt gewesen, als HCE-Center Michi Hartnack dem Drama mit seinem zweiten versenkten Penalty ein Ende machte.
Mit fünf Punkten aus den letzten beiden Partien hat der HC Ermatingen den Anschluss zu den vor ihnen liegenden Mannschaften hergestellt. Kampfgeist und Einsatzwillen jedes einzelnen Spielers verdienten erneut Bestnoten, das Potenzial für mehr ist da. Das sind die guten Nachrichten.

Tore: Cunti, Hildebrand

Assists: Kiedaisch, Hörnlimann, Freitag

Strafminuten: Hartnack 2, Gardi 2

 

HC Ermatingen – EHC Tatankas I 4:1 (1:0/1:0/2:1)

Zuschauer: lautstark und leidenschaftlich

Der erste Dreier ist im Sack!

Endlich haben die Spieler des HC Ermatingen ihren in dieser Saison nie zu kritisierenden Kampfgeist und Einsatz auch einmal in ein zählbares Resultat ummünzen und damit die Rote Laterne der THL-Gruppe B abgeben können. Wie schon im Hinspiel erarbeiteten sich die Seebuben gegen den EHC Tatankas nicht nur eine Feldüberlegenheit, sondern auch ein deutliches Chancenplus. Doch anders als im Oktober, als man letztlich mit 0:1 unterlegen war, schlugen sich die Bemühungen diesmal auch auf der Anzeigentafel nieder.
Claudio Cunti im ersten und Roman Hörnlimann im zweiten Spielabschnitt sorgten für eine nicht allzu komfortable, aber doch etwas beruhigende Zwei-Tore-Führung nach dem zweiten Drittel, und als Cunti knapp eine Minute vor Schluss das 3:0 markierte, war der Kittel endgültig geflickt. Dass den Tatankas keine halbe Minute später der Ehrentreffer glückte, womit sie dem starken HCE-Keeper Sandro Singer noch den Shutout versauten, konnte den positiven Gesamteindruck des HC Ermatingen nicht wirklich schmälern – zumal Christian Bänziger sieben Sekunden vor der Sirene zum 4:1-Endstand ins leere Tatankas-Tor einschob.
Auch wenn die Chancenauswertung nach wie vor ein grosses Thema bleibt, haben die Ermatinger mit ihrem ersten Saisonsieg (hoffentlich) zum Befreiungsschlag ausgeholt. An diesem frühen Sonntagmorgen stimmte jedenfalls erstmals in dieser Saison nicht nur die spielerische Darbietung, sondern auch das Resultat.

Tore: Cunti 2, Hörnlimann, Bänziger

Assists: Kaufmann, Freitag, Aebli, Hörnlimann

Strafminuten: Lallemand 2, Kiedaisch 2

 

Sittertal Beavers II – HC Ermatingen 2:1 (1:0/0:1/1:0)

Zuschauer: zumeist kopfschüttelnd

Die deprimierende Torflaute geht weiter

Der Hockey Club Ermatingen ist weiterhin auf der Suche nach einem Weg aus der Misere. Wobei sich diese im Wesentlichen auf einen Bereich konzentriert – nämlich den vor dem gegnerischen Tor. Auch im zweiten Aufeinandertreffen der Saison gegen den EHC Sittertal Beavers lieferten die Ermatinger eine durchaus ansprechende Leistung ab. Ab der ersten Minute übernahmen die Seebuben das Zepter auf dem Eis, kontrollierten das Geschehen zu weiten Teilen und liessen dem Gegner wenig Raum zur Entfaltung. Einzig die Chancenauswertung verdiente einmal mehr das Prädikat “jämmerlich”. Dass die “Biber” aus Sittertal eine Unachtsamkeit wenige Sekunden vor der Drittelspause zur 1:0-Führung nutzten, war eine ebenso schallende wie verdiente Ohrfeige für die Ermatinger Spieler.
Man muss den HCE-Cracks zugute halten, dass sie auf diesen Rückschlag die passende Antwort parat hatten. Der Druck auf den Gegner nahm im Mitteldrittel sogar noch zu, die Gäste agierten konzentriert und konsequent, die guten Chancen häuften sich. Bezeichnenderweise war es mit Flo Gardi allerdings ein Ermatinger Verteidiger, der den sehr starken Beavers-Goalie nach einer schönen Einzelaktion und nicht ohne eine Portion Dusel in Unterzahl (!) erstmals überwinden konnte. Weitere Torgelegenheiten wurden dann leider wieder in unschöner Regelmässigkeit versemmelt, sodass es mit einem Unterschieden zum letzten Pausentee ging.
Im Schlussabschnitt fiel die Überlegenheit des HC Ermatingen nicht mehr ganz so deutlich aus, dennoch agierten die Seebuben weiter gefällig, konzentriert – und vor dem Tor glück- und harmlos. Der zweite Sittertaler Treffer schmerzte noch mehr als der erste, weil die Ermatinger nämlich kein Gegenmittel mehr fanden, obwohl sie den Druck wieder erhöhten und in der Schlussphase Torhüter Wunsch zugunsten eines sechsten Feldspielers aus dem Kasten nahmen.
Und so bleibt ein bitteres Fazit: Spielanteile bringen keine Punkte, die Niederlage geht in Ordnung, und fünf Tore in vier Partien sind ganz einfach zu wenig. Allerdings ist das HCE-Glas durchaus halbvoll – mit einer Leistung wie gegen die Sittertal Beavers kann man jede Mannschaft aus der THL-Gruppe B schlagen. Theoretisch.

Tore: Gardi

Assists: –

Strafminuten: Bänziger 2, Hochuli 2

 

HC Ermatingen – Farmteam 1:4 (0:0/1:2/0:2)

Zuschauer: Einige treue Seelen

Schon wieder: Reichlich Aufwand, fast kein Ertrag

Eigentlich kann man am Spiel der Ermatinger Seebuben reichlich wenig aussetzen – ausser eben der Effizienz vor dem gegnerischen Tor. Der HCE hat gerackert was das Zeug hielt: es gab Pfostenknaller, gefährliche Ablenker, hammerharte Slapshots und viel Gestocher vor dem Tor des Farmteams. Doch am Ende blieb der Puck meistens am gegnerische Torhüter hängen und man muss sagen, dass dieser eine sensationelle Leistung gezeigt hat.
Man darf aber auch nicht vergessen, dass die beiden Schlussmänner des HCE’s ebenfalls eine tadellose Leistung abgerufen haben. Nur eben die Kaltblütigkeit im Abschluss und das berühmte Quäntchen Glück lag dieses Mal auf der Seite des Zihlschlachter Farmteams.

Tore: Kaufmann

Assists: Hörnlimann

Strafminuten: Gardi 4, Lallemand 2, Freitag 2, Kiedaisch 2

 

Tatankas I – HC Ermatingen 1:0 (0:0/1:0/0:0)

Zuschauer: Grösstenteils auch fassungslos

Reichlich Aufwand, null Ertrag

Nach diesen 45 Spielminuten am Sonntagmorgen in der Güttingersreuti zu Weinfelden herrschte in der Kabine des HC Ermatingen allgemeine Konsternierung. Nicht die denkbar knappe Niederlage gegen den EHC Tatankas an sich war Auslöser der Fassungslosigkeit, sondern deren Zustandekommen. Denn im Grunde hatten sich die ersatzgeschwächten Ermatinger auf dem Eis sehr ordentlich präsentiert, standen in der Defensive recht solide und erarbeiteten sich schon im Startdrittel einige gute Torchancen. Dass zunächst keine davon in Zählbares umgemünzt werden konnte, hakten die Seebuben noch unter dem Motto “irgendwenn cheit scho mol eini inä” ab. Auch dass das Schiedsrichter-Duo einem regulären Treffer von HCE-Center Michi Hartnack die Anerkennung verweigerte (ein Videobeweis hätte verdeutlicht, dass der Puck die Torlinie klar überquert hatte, aber was soll’s …), fiel in die Kategorie “Schwamm drüber”.
Doch der gegnerische Kasten schien weiter wie vernagelt, eine wenig bekömmliche Mischung aus Pech und Unvermögen (sowie ein grossartig haltender Tatankas-Keeper, Ehre, wem Ehre gebührt!) liess die HCE-Cracks ein ums andere Mal scheitern. Und dann geschah, was so oft in diesem Sport geschieht – wer kein Tor macht, braucht nicht zu jammern, wenn er eins kassiert. Die Tatankas gingen nach einem ihrer zwar nicht sonderlich zahlreichen, aber stets brandgefährlichen Gegenangriffe in Führung.
Im Schlussabschnitt attackierten die Ermatinger nochmals mit Mann und Maus, vergaben aber weiterhin auch beste Torgelegenheiten. Selbst als man in den letzten knapp 60 Sekunden mit sechs gegen vier Feldspielern agieren konnte, blieb die Null auf Ermatinger Seite stehen. So unterlag man am Ende mit einem in der THL extrem seltenen Fussball-Ergebnis und steht nach zwei Spielen in der Tabelle mit einem einzigen Punkt da.

Tore: njet

Strafminuten: Gschwend 2

 

HC Ermatingen – Sittertal Beavers II 3:4 n.P. (2:0/0:2/1:1)

Zuschauer: Wahre Horden

Punkt gewonnen oder Punkte verloren?

So ganz eindeutig war diese Frage nach dem Auftaktspiel der THL-Saison 2014/2015 aus Sicht des HC Ermatingen nicht zu beantworten. Gegen die zweite Mannschaft der Sittertal Beavers begannen die Seebuben konzentriert, machten in der Defensive die Schotten dicht und kamen in einem ansonsten ausgeglichenen Startdrittel durch Freitag und Cunti zu einer Zwei-Tore-Führung.
Konzentration und Biss gingen im Mittelabschnitt ordentlich baden. Die HCE-Cracks agierten zunehmend ebenso fahrig wie glücklos und liessen den spielerisch starken Gegner so besser und besser ins Spiel kommen. Ehe es sich die Ermatinger versahen, hiess es 2:2, sodass zum letzten Spielabschnitt wieder alles offen war.
In den letzten 15 Spielminuten kam es zu einem offenen Schlagabtausch mit Torchancen hüben wie drüben. Und als die „Biber“ gut vier Minuten vor dem Abpfiff erstmals in Führung gingen, drohte den Ermatingern das, was man unbedingt vermeiden wollte – ein Nuller zum Saisonstart. Als man dann noch eineinhalb Minuten vor Schluss in Unterzahl geriet, schien die Sache gelaufen. Die Ermatinger warfen dennoch alles nach vorne und kamen durch einen humorlosen Knaller von Hörnlimann unter die Sittertaler Querlatte 54 Sekunden vor der Sirene zum kaum noch erwarteten Ausgleich.
Im fälligen Penaltyschiessen erwiesen sich die Beavers dann als etwas kaltblütiger und heimsten so den Zusatzpunkt ein. Die Spieler des HC Ermatingen wussten am Ende nicht so recht, ob sie sich über den einen Zähler ärgern oder freuen sollten. Denn es hätten ebenso gut deren drei sein können. Oder keiner.

Tore: Freitag, Cunti, Hörnlimann

Assists: Hörnlimann, Lallemand

Strafminuten: Hochuli 2, Lallemand 2, Lacroix 2